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Titel des Spiels: The Minish Cap
Original: Fushigi no Boushi
Verkaufszahlen: 1.2 Millionen Einheiten
Weitere Auflagen:
Keine

Das Zentrale Leitthema des Spiels die Möglichkeit zu schrumpfen und auf diese Weise neue Bereiche zu erkunden. Grafisch erinnert das Spiel an Four Swords und bildet dessen ersten Teil der Saga.
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The Minish Cap wurde als erstes Zeldaspiel vor Amerika in Europa verkauft. Von Capcom entwickelt und von Nintendo vertrieben, erschien das Spiel für den Game Boy Advance. Es verkaufte sich 1,2 Millionen mal - im Vergleich mit den bisher erschienen Titeln eine ziemlich schlechte Verkaufs-Ausbeute. Die Oracle Serie verkaufte sich 2 Millionen mal per Spiel. Und selbst die GBA Neuauflage des über 10 Jahre alten Spiels "A Link to the Past" konnte doppelt so viele Spiele verkaufen wie The Minish Cap. Was konnte die Ursache sein?
Eine Erklärung könnte sein, dass das Spiel an die Four Swords Geschichte der Zeldareihe anknüpft: Wie Grafisch so inhaltlich schließt sich The Minish Cap an das bisherige Four Swords an, wenn auch mit Ausbesserungen. Mit mehreren Hinweisen im Spiel selbst und einigen Aussagen der Entwickler handelt es sich im chronologischen Zusammenhang des Spielgeschehens um das erste Zelda in
der Four Swords Saga.
Doch obwohl es eigentlich ein Teil davon ist, so bildet The Minish Cap nur eingeschränkte Elemente heraus: Die Multiplayer-Funktion ist nicht mehr gegeben. Zwar kann sich Link durch die Suche nach den Elementen nach und nach in 4 Personen aufteilen, doch diese können nicht wie in Four Swords Adventure einzeln gesteuert werden.
Ein Kritikpunkt des Spiels ist seine Länge: Wenige Dungeons und wenige Sidequests lassen das Spiel relativ kurz vorkommen. Neu dagegen ist die Idee der Glücksfragmente: Spieler konnten kleine unterschiedliche Fragmente sammeln und sie mit verschiedenen Figuren zusammenfügen, um neue Spielereignisse auszulösen. Manche waren sogar nötig, um in der Hauptgeschichte voran zu kommen. Auch wenn dieses kleines Feature gewiss ganz lustig ist, so ist die Sammel-Auslöse-Idee nichts neues in der Zeldareihe. Auch die Aufgaben zwischen den Dungeons bieten dem Spieler nichts wesentliches Neues. Selbst die Gegner sind zum Großteil aus vorherigen Teilen entnommen (The Wind Waker), bei denen nur das Schwert der 4 genutzt wird, um sie auf eine andere Weise zu besiegen.
Das Zentrale Leitthema dieses Spiels ist die Möglichkeit zu schrumpfen und auf diese Weise neue Bereiche zu erkunden. Durch die Einführung des Volkes der Minish wird eine geschickte Lösung der Frage nach der Herkunft der Gegenstände geschaffen, welche man häufig unter Büschen und Gräsern findet. So muss Link in The Minish Cap den Windzauberer Vaati aufhalten, der Prinzessin Zelda zu Stein verwandelt hat und nun Hyrule bedroht. Dabei trifft Link auf das Volk der Minish, die ihm fortan auf seiner Reise helfen. Sein wichtigster Begleiter wird diesmal Ezelo: Als Ältester der Minish war er der Meister Vaatis, doch dieser trickste ihn aus und bemächtigte sich der magischen Mütze der Minish, weshalb er fortan in der Welt der Menschen Unheil treiben konnte. Ezelo wurde dabei selbst in eine Mütze verwandelt – eine Mütze, die weder laufen noch etwas gegen Vaati ausrichten kann.
Nachdem Link diesen von zwei Oktoroks rettet, schließt sich Ezelo mehr aus Frustration als wirklich aus Dankbarkeit dem Jungen an. Er bildet in diesem Abenteuer Links sprechende grüne Mütze, mit dessen Hilfe Link in die Welt der Minish reisen kann, sofern er dazu ein Minish Portal aufsucht. Für den Spieler gewinnt er eine ähnliche Funktion wie die bisherigen Reisebegleiter Links in früheren Teilen, indem Ezelo Link ein paar Ratschläge gibt, sollte dieser mal an einer Stelle nicht weiterkommen. Links Aufgabe ist nun, das Schwert der Vier seine Alte Macht zurückzugeben und so Hyrule und Prinzessin Zelda zu retten.
Auch wenn die Grundidee von The Minish Cap keinesfalls schlecht ist, so wird das Spiel eher Opfer einer jähen Auswirkung, dass schon mit The Wind Waker begonnen hatte: Mit dem Einheitlichen Stil, neuen Features und liebevollen Geschichte besaßen diese Spiele einen bestimmten Charakter, doch ging dabei gerade das Einzigartige, die Besonderheit eines Zeldatitels verloren, die der Serie einen so langen Halt gegeben hatte. Dennoch ist The Minish Cap ein wunderschönes, liebevoll gestaltetes Spiel, dass mit vielen Details und Farbenfreude jeden Zeldafan einmal zum Spielen lockt.


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