Vor Beginn der Zeit, da die Welt noch lange nicht ihre vertraute Gestalt besaß, als kein Gegensatz geschieden und der Fluss des Schicksals ruhte, fuhren die Drei Göttinnen Din, Nayru und Farore vom Himmelreich hernieder. Wirrnis gebot über jegliches Geschick. Weder Tag oder Nacht brach an noch gab es Licht oder Schatten.
Nach vollendeter Schöpfung kehrten die Göttinnen zurück in das Himmelreich. Am Ort ihrer Zusammenkunft schenkten sie der Welt das heilige Triforce. Das Relikt der Göttinnen gilt seither als Symbol göttlicher Vorsehung und Beistand gegen alles Dunkle. Der Ort, an dem die Dreimacht im Tempel des Lichts ruht, ist als das Heilige Reich im Zentrum des Goldenen Landes bekannt.
Geschieden waren unlängst Licht und Dunkelheit und damit jene Düsternis nicht den lichten Schein unterwerfe, bannten die Göttinnen alles Böse in den Schlund der Niederhöllen, dem Gegenteil zum Heiligen Reiche, auf dass es darin verweile und nichts zu trüben vermochte.
Als nun das Rad der Zeit seinen Lauf begann, bewohnten jene fünf Völker die Welt. Von ihnen wählte allein das Alte Volk weder einen Namen für sich selbst noch eine Heimat und wanderte durch die Weiten der Schöpfung, kündend von Glaube und Friede. Einmal erreichte es einen fruchtbaren Ort namens Hylia, den es im Sommer bebaute und im Herbst reichlich davon erntete. Da die Stunde des Aufbruches nahte, erkannten einige, dass es an der rechten Zeit war, die Prüfung der Göttinnen zu bestehen, in diesem ertragreichen Land, dem Goldenen Land gewiss ähnlich, sesshaft zu werden und dem Triforce in neuer Art nachzugehen. Andere wollten sich damit nicht begnügen und ihre Suche unentwegt fortführen.
Somit zerfiel das Alte Volk. All solche, die künftig siedelten, gaben sich entsprechend des Landes den Namen Hylianer und gründeten auf der fruchtbaren Erde der Göttinnen später das Königreich Hyrule. Das Alte Volk dagegen umfasste jene, die weiter zogen und ihr Streben nicht zügelten. In der Tat gelangten sie noch vor den übrigen Lichtvölkern an das Geschenk der Göttinnen. Mächtig und geheimnisvoll entsprangen die Werke und Taten ihres Reiches, gegründet im Goldenen Land, trotzte das Eifern nach Wissen jeglicher Besonnenheit. Nicht lange währte diese Epoche, bald stürzte der eigene Durst nach Erkenntnis das Volk in den Untergang, zerrieb es und ließ es samt dem Goldenen Land niedergehen.
Zur Bewahrung des Triforce, auf dass kein Habgieriger es je erhielte, entstand der Rat der Weisen, ein Bund, dem eine ehrwürdige Person eines jeden Volkes angehörte, und glorreiche Ären brachen wahrlich an. Auf den Ruinen des Alten Volkes ward Neues errichtet.
Der lichte Schein vermochte gleichwohl nicht alle Herzen zu erhellen und es geschah eines Tages, dass Hylianer, von finsteren Gelüsten besessen, mit vereinten Kräften der Dreimacht habhaft werden wollten. Vereitelt ward das Unterfangen und die Abtrünnigen mitsamt ihren verräterischen Sippen in die Wüste verbannt. Man nahm ihnen die spitzen Ohren, auf dass die Stimmen der Götter sie nicht mehr beseelten, und verstieß sie. In Armut und der Dieberei und Kriegskunst geneigt verharrten die Geächteten in der ungnädigen Kargheit. Genannt ward jenes Volk Ajiem und in Akzeptanz seines Loses entwickelte es seine eigene Kultur.
Der lichte Schein vermochte gleichwohl nicht alle Herzen zu erhellen und es geschah eines Tages, dass Hylianer, von finsteren Gelüsten besessen, mit vereinten Kräften der Dreimacht habhaft werden wollten. Vereitelt ward das Unterfangen und die Abtrünnigen mitsamt ihren verräterischen Sippen in die Wüste verbannt. Man nahm ihnen die spitzen Ohren, auf dass die Stimmen der Götter sie nicht mehr beseelten, und verstieß sie. In Armut und der Dieberei und Kriegskunst geneigt verharrten die Geächteten in der ungnädigen Kargheit. Genannt ward jenes Volk Ajiem und in Akzeptanz seines Loses entwickelte es seine eigene Kultur.
Im Glanze des Friedens und Glücks sonnte sich unterdessen das Reich und die Wache des Weisenrates ward in der Ruhe fälschlicherweise nachlässig, ließ dunkle Absichten emporquellen und erkannte nicht die Anfälligkeit in den eigenen Reihen. Machthungrig war der Nachfolger des hylianischen Weisen von seiner Gier zerfressen worden und streckte, da der Rat unaufmerksam ward, seine Finger nach dem heiligen Triforce. Ergeben der Finsternis vermochte er seinen Wünschen entgegen aller Hürden zu frönen, bis ihn nichts mehr aufhielt.
Doch als er das Heilige Reich selbst durchschreiten wollte, scheiterte er an seiner Schwäche und konnte das Triforce, gehütet von archaischen Mächten, nicht erhaschen. Verheerend genug war das angerichtete Verhängnis, nährte die Frucht des Hasses in den Herzen und stürzte die Lichtvölker in die grausigen Wirren der Umsturzkriege.
Verschlungen waren die Ziele, kämpften manche für ihren Glauben, andere für ihre Ländereien und wieder andere allein des vergossenen Blutes wegen. Das Wort der Verhandlung wich der Sprache der Waffe und schien den Untergang zu besiegeln, der alle Völker mitreißen würde. Inständig bemühte sich die hylianische Kronprinzessin um eine friedliche Versöhnung und bezahlte ihr Wagen mit dem Tod durch die Hand ihrer eigenen Landsleute. Zum Gedenken an ihre Aufopferung aber sollten später alle erstgeborenen Prinzessinnen der Königsfamilie ihren Namen tragen.
Erst ein Auserwählter der Götter vom Blut des Alten Volkes ließ die längst verloren geglaubte Hoffnung neu erstrahlen und half den hylianischen Nachfahren. Mit eiserner Hand führte er das Schwert gegen die Dunkelheit und erfocht einen Sieg. Während der Krieger dem Land auf diese Weise den Frieden schenkte, forderte der Triumph noch am Orte des Kampfes sein Leben ein. Just in jenem Moment erkannten die Weisen dafür ihr Irren und zum Gedenken an den Helden und die alten Mächten bewahrten sie das Schwert des Retters als Siegel zum Heiligen Reich auf. Die heilige Klinge nannte man fortan Masterschwert.
Wenig rann der Fluss der Zeit dahin und jung erblüht war die Versöhnung, als sich die Ajiem durch ein vergessenes Erbe des Alten Volkes der Magie bemächtigten. Mit Vorsicht ward es betrachtet und der hylianische König beorderte die Shiekah als seine Diener, das Rätsel des Diebesvolks zu enthüllen, damit jedwede Gefährdung, neues Unglück zu beschwören, sogleich im Keime erstickt wäre und gleichsam die Hylianer ihren rechtmäßigen Besitz erhalten mochten, waren sie immerhin die letzten Nachfahren des untergegangenen Volkes.
Sich dem zu fügen und zu teilen, widerstrebte den Ajiem nämlich, und mit List befolgten die Shiekah darum den Befehl. In ihrem Stolz gekränkt erduldeten die Verbannten solche Schmach nicht und die Wächterinnen des geheimen Wissens, acht Schwestern an der Zahl und jede von roter Haarpracht gleich des Feuers Flammen, rächten sich, ihre Aufgabe verfolgend, bitter an dem Schattenvolk und mordeten seine Fürsten. Kundig waren die Shiekah indes dunkler Künste und verfluchten die Ajiem zur Strafe, dass ihnen nur alle hundert Jahre ein Mann geboren und zum Zeichen der Ausgestoßenen das feuerrote Haar werde. Geächtet von den anderen Lichtvölkern entstand dadurch das Frauenvolk der Gerudos in der Wüste, der unseligen Heimat ihrer Vorfahren, und von Verbitterung und Hass beherrscht erwarteten sie die Gelegenheit zur Rache.
Der Staub der Jahrhunderte und Vergangenheit legte sich auf die Geschehnisse und drängte sie in das Vergessen, in den Mantel alter Legenden und Kindermärchen. Geschichten entschwanden aus dem Bewusstsein, die nie hätten vergessen werden dürfen.
Gegründet nach den Umsturzkriegen erstrahlte das Königreich Hyrule selbst in Ruhm und Glorie, bewahrte gegen jedweden Angriff seine Grenzen und erweiterte sie vielmehr, bezwang seine Feinde und erstarkte an Einfluss und Besitztum. Allmählich schwand die Sorge um das Wohl des Landes, gab es dem nichts anzuzweifeln, und gar die Wache der Weisen, deren Mächte nun wiederkehrend erwachten, erwuchs neue Gefahr, ward achtlos.
Gegründet nach den Umsturzkriegen erstrahlte das Königreich Hyrule selbst in Ruhm und Glorie, bewahrte gegen jedweden Angriff seine Grenzen und erweiterte sie vielmehr, bezwang seine Feinde und erstarkte an Einfluss und Besitztum. Allmählich schwand die Sorge um das Wohl des Landes, gab es dem nichts anzuzweifeln, und gar die Wache der Weisen, deren Mächte nun wiederkehrend erwachten, erwuchs neue Gefahr, ward achtlos.
Durch Banalitäten schließlich erhielten die Gebietskriege ihren Anstoß. Anfangs zürnten Goronen, überschwemmten die Zoras reichhaltige Felsebenen. Später ärgerten sich Zoras über Flüsse, von Goronen aufgrund des Anlegens ihrer unterirdischen Städte versperrt. Zum Krieg steigerte sich der Disput zwischen den Völkern und betraf zunächst einzig jene beiden, zuletzt jedoch unschuldige Anwohner.
Eine Aussicht ersannen die Gerudos unterdessen auf Vergeltung und wiegelten mit Hinterlist und Tücke das hylianische Volk auf, bis es sich spaltete. Während eine Seite verlangte, die Auseinandersetzung durch Eingreifen zu beenden, fürchtete sie größere Gefahr davon ausgehen, berief sich die andere auf die bisherige Neutralität. Drängender ward gleichwohl die Stimme des Volkes und da der König sie zu überhören schien, brach eine Rebellion der Kriegsdurstigen aus und er musste sich den Forderungen beugen. Um des Friedens Willen zog man die Klingen, begleitet von den ergebenen Shiekah.
Kein Ende nahm der Krieg und nach Jahren mutete die Waffenstärke des hylianischen Reiches überaus geschwächt an, verurteilt ohne Verbündete im Blutvergießen und an innerer Zerrissenheit zu zerbrechen, weshalb der König einen grausigen Pakt mit den Diebinnen aus der Wüste einging. Geboten hatten sie ihren Beistand und erfragten im Gegenzug die Preisgabe der Stätten des Schattenvolkes. Kaum dass dank jener zugesagten Stärke die Gefechte endlich siegreich geschlagen waren, fielen die Gerudos über die Häuser und Höfe der Shiekah her und rächten alles Unrecht, bejubelten die Krieger noch fern den Triumph.
Bei ihrer Rückkehr in die vermisste Heimat fanden die Männer des Schattenvolkes einzig Tod und Verderben vor. Wahnsinnig vor Wut und Entsetzen und bald wissend um den schrecklichen Verrat verschworen sie sich zu einem Anschlag. Doch das Attentat misslang und der König verbannte sie aus Furcht und gekränktem Stolz, hatten sie ihrerseits genauso den alten Bund verletzt. Durchrissen waren somit die freundschaftlichen Bande und die Shiekah dem unvermeidlichen Untergang ausgeliefert.
Bei ihrer Rückkehr in die vermisste Heimat fanden die Männer des Schattenvolkes einzig Tod und Verderben vor. Wahnsinnig vor Wut und Entsetzen und bald wissend um den schrecklichen Verrat verschworen sie sich zu einem Anschlag. Doch das Attentat misslang und der König verbannte sie aus Furcht und gekränktem Stolz, hatten sie ihrerseits genauso den alten Bund verletzt. Durchrissen waren somit die freundschaftlichen Bande und die Shiekah dem unvermeidlichen Untergang ausgeliefert.
Erneuert ward das Versprechen der Lichtvölker zuletzt, die Harmonie zu wahren und gleichwohl vermochte es die Zukunft nicht zum Guten zu wenden. Noch waren die Wunden der letzten Kriege nicht vollständig geheilt, als sie abermals aufrissen.
Jener Krieger aus der Wüste und legitimer Herrscher über die Gerudos sprach von Zielen des Friedens und erschlich sich das Vertrauen des hylianischen Königs, begehrte insgeheim dabei das Triforce. Allein die Prinzessin des Schicksals, von Visionen geplagt, erkannte seine niederträchtigen Absichten, aber nichts denn Ignoranz strafte ihre Worte angesichts ihres jungen Alters. In der Tat bewahrheiteten sich ihre Warnungen und im Momente der Unachtsamkeit griffen der Gerudo und seine Anhängerschaft Hyrule an und entfesselten die Illusionskriege.
Jener Krieger aus der Wüste und legitimer Herrscher über die Gerudos sprach von Zielen des Friedens und erschlich sich das Vertrauen des hylianischen Königs, begehrte insgeheim dabei das Triforce. Allein die Prinzessin des Schicksals, von Visionen geplagt, erkannte seine niederträchtigen Absichten, aber nichts denn Ignoranz strafte ihre Worte angesichts ihres jungen Alters. In der Tat bewahrheiteten sich ihre Warnungen und im Momente der Unachtsamkeit griffen der Gerudo und seine Anhängerschaft Hyrule an und entfesselten die Illusionskriege.
Gleich vergangenen Zeiten trat sodann ein Auserwählter der Götter vom Alten Volk hervor, ein Jüngling gewandet in das Grün der Wiesen. Zu schwach war er, nahezu ein Knabe noch, um der finsteren Übermacht zu widerstehen und der Diebeskönig berührte das Triforce, woraufhin es in seine drei Fragmente zersplitterte. Obgleich dem finsteren Manne das Bruchstück der Kraft zufiel, erwählte jenes des Mutes den Helden und das der Weisheit die Prinzessin.
Mahnend verblieb der finstere Gerudo in den Erinnerungen der Lichtvölker als Großmeister des Bösen und Dämonenkönig. Den mutigen Jüngling nannte man nach seinen Taten dafür den Helden der Zeit und wiedergegeben worden waren ihm die verlorenen Jahre. Die Ereignisse hingegen konnte es nimmermehr aufwiegen.
Im Jahr 1150 n. HZ. werden am 19. Oktober neun Jahre seit der Ermordung der Prinzessin Zelda Isilia IV. ins Land gezogen sein. Bereits siebenundzwanzig Jahre sind seit dem vom Helden der Zeit errungenen Sieg gegen den Teufel aus der Wüste verstrichen und die Illusionskriege, welche hernach in minderschwerem Ausmaß ausbrachen, endeten vor zwei Dekaden.
Credits
|
Für diesen Artikel verwendete Artwork: ► FirePlay by jermilex ► Golden Land by DrewEtienne ► Hyrule by DrewEtienne ► Lost Woods by Torqbow ► The Epic Triforce by lotr5 ► The Master Sword by DrewEtienne ► Zelda - Clash by wynahiros |















